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Das Formulieren sinnvoller wissenschaftlicher Forschungsfragen ist ein wichtiger und gleichzeitig schwieriger Schritt, um Veränderungen der gegenwärtig geübten medizinischen Praxis anzuregen. Wenn gleichzeitig noch durch die praktische Umsetzung des Forschungsansatzes erste Belege für die Sinnhaftigkeit und den Nutzen des Vorgehens durch den Initiator selbst bereitgestellt werden, ist das mehr als man normalerweise von einem Einzelnen erwarten kann. Aber auch wenn die bereits vorgelegten Fakten und Behandlungsergebnisse für sich zu sprechen scheinen, bedürfen sie der weiteren wissenschaftlichen Überprüfung, bevor sie als allgemein anerkannt gelten können. Dabei müsste auch zweifelsfrei belegt werden, dass die Verträglichkeit der neueren injizierbaren komplexen Eisenverbindungen im Vergleich zu den früher verwendeten deutlich besser ist.  

 

Die Überprüfung einer interessanten Hypothese in der breiten Anwendung und ihre Einordnung in das methodische Instrumentarium der Schulmedizin ist – jenseits aller Polemik – vor allem die Aufgabe der Wissenschaft, der Hersteller und auch der Behörden. Ob die Hypothese eines Eisenmangels und die darauf aufbauenden Therapievorschläge auch in diesem Umfeld Bestand haben, kann nur geklärt werden, wenn eine Nutzen-Risiko-Bewertung wie auch eine Kosten-Nutzen-Bewertung unter Einbeziehung einer hinreichend großen Zahl von Patienten durchgeführt wird. Die Bestimmung der erforderlichen Stichprobengröße, das Design des Fall-Kontroll-Ansatzes mit gut definierten Ein- und Ausschlusskriterien sowie die Festlegung geeigneter Ergebnisparameter müssen dabei den anerkannten methodischen Regeln ebenso folgen wie die anschließende statistische Auswertung der erhobenen Daten.

Wichtigstes Bewertungskriterium für medizinische Behandlungsmaßnahmen muss dabei der unmittelbare Nutzeffekt für den Patienten bleiben. Wenn darüber hinaus Einspareffekte bei den Kostenträgern gegenüber bisher praktizierten therapeutischen Ansätzen erzielt werden, ist dies ein bedeutsamer, in der heutigen Zeit der theoretisch nahezu unbegrenzten Therapiemöglichkeiten wohl auch unverzichtbarer Nebeneffekt.

 

Beide hier genannten Bedingungen sind für die Therapie des von Dr. Beat Schaub beschriebenen Eisenmangelsyndroms nach dem bisherigen Kenntnisstand als erfüllt anzusehen. Deshalb kann man dem Autor nur wünschen, dass seine Initiative aufgegriffen, geprüft und gewürdigt wird.

 

Berlin, 19.2.2009

 

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Textfeld:

Eisenmangel - erkennen - berechnen - behandeln - vermeiden

Referenz

 

Prof. Dr. Marion Schaefer, Charité Universitätsmedizin Berlin

 

 

Wer einen Blick in die Geschichte der Krankheiten und ihrer Therapien wirft, wird sehr bald feststellen, dass die Entwicklung durchaus nicht gradlinig verlief. Nicht selten führten gewonnene Erkenntnisse in die Irre oder gerieten in Vergessenheit, um später wiederentdeckt zu werden. Das Wissen um Krankheiten und Ihre Behandlungsmöglichkeiten ist demnach immer zeitgebunden und abhängig von Forschungsleistungen, die nicht selten auch bestimmten Modetrends in der Wissenschaft folgen. Wie schnell sich richtige Erkenntnisse durchsetzen oder aussichtsreiche Hypothesen überhaupt wissenschaftlich überprüft werden, ist deshalb mitunter auch vom Zufall abhängig oder von der Beharrlichkeit derer, die sie formuliert haben und vertreten.

 

Gewöhnlich erwartet man, dass Fortschritte in der Medizin ihren Ursprung in den großen Laboratorien der Forschungsunternehmen und renommierten Kliniken haben. Auch die Zahl der Forschungsdienstleister, die die Entwicklung und Prüfung neuer Arzneimittel und Therapieverfahren, aber auch die Zulassung und Markteinführung mit hoher Professionalität begleiten, hat in jüngerer Zeit enorm zugenommen.

 

In einem solchen gut eingefahrenen System der Generierung und Umsetzung von medizinischen und pharmakologischen Daten und Erkenntnissen geraten der Patient und seine subjektive Befindlichkeit leicht aus dem Blickfeld des unmittelbaren Interesses. Doch auch die Ärzte selbst haben alle Hände voll damit zu tun, den Praxisalltag zu meistern, immer aufwändiger werdende Dokumentationsanforderungen zu erfüllen und die wissenschaftliche Literatur wenigstens auszugsweise zu verfolgen. Meist fehlen ihnen nach einem anstrengenden Arbeitstag deshalb auch die Kraft und die Muße, um über Erfolge oder Misserfolge ihrer Arbeit, also auch über Nutzen und Risiken ihrer therapeutischen Entscheidungen zu reflektieren.

 

Umso bemerkenswerter ist es, wenn ein praktisch tätiger Arzt genau dies tut und systematisch über die Ursachen von immer wiederkehrenden Symptomen nachdenkt, die ihm seine Patienten schildern, eine Hypothese aufstellt und diese auch in der eigenen Praxis bzw. in dem von ihm initiierten Netzwerk überprüft. Dr. Beat Schaub hat auf Grund seiner langjährigen Erfahrungen als Hausarzt ein Eisenmangelsyndrom beschrieben, das auch bei den gegenwärtig geltenden Normwerten, die noch keine Anämie anzeigen, Beschwerden macht. Dabei handelt es sich um Symptome, die zu den im Praxisalltag am häufigsten geschilderten gehören, nämlich Erschöpfung, Schlaflosigkeit, depressive Verstimmung und nachlassende Leistungsfähigkeit. Im Rahmen einer Dosisfindungsstudie hat er sich zudem Gedanken darüber gemacht, wie und mit welcher Dosierung man den festgestellten Eisenmangel durch intravenöse Eisengaben beheben kann. Um nachweisen zu können, dass die individuell dosierte Eisentherapie auch die gewünschten Effekte hat, sind alle Behandlungsfälle - einschließlich einer Bewertung der subjektiven Befindlichkeit durch die Patienten - dokumentiert und ausgewertet worden. Dies ist ganz im Sinne der immer wieder geforderten Beurteilung der Wirksamkeit durch die Patienten selbst und erfüllt auch den Anspruch an so genannte Patient Reported Outcomes, also der unmittelbaren Nutzensbewertung einer Therapie durch die Anwender der Arzneimittel.

 

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