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Eisenmangel - erkennen - berechnen - behandeln - vermeiden

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Diagnostik

 

Gewisse Diagnosen sind in der Medizin einfach zu stellen. Dies gilt insbesondere für Krankheiten, die objektiv problemlos erkennbar sind. Dazu gehören beispielsweise Diabetes (zu hoher Zuckerwert im Blut), Krebs oder eine Lungenentzündung (Röntgenbefund). Bei solchen Krankheiten kann eine klare Diagnose gestellt werden, sodass eine angemessene Therapie in die Wege geleitet werden kann.

 

Bei Eisenmangel ist es nicht so einfach. Der Arzt muss in der Lage sein, die vom Patienten geschilderten Symptome mit dem Ferritinwert zu korrelieren und einen begründeten Verdacht zu erheben. Dabei muss ihm einerseits bewusst sein, dass es keinen pauschalen Ferritinwert gibt, unter welchem Eisenmangelsymptome auftreten. Andererseits muss er immer in Erwägung ziehen, dass auch andere Ursachen für die Symptome verantwortlich sein können.

 

Mit steigendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit einer pathologischen Ursache zu. Jeder Arzt steht in der Verantwortung abzuschätzen, ob bei einem Eisenmangelpatient eine natürliche oder pathologische Ursache vorliegt.

 

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Wenn ein Patient unter auf Eisenmangel verdächtigen Symptomen leidet und gleichzeitig sein Ferritinwert bei normalem Hämoglobinwert tief ist, besteht ein begründeter Verdacht für das Vorliegen eines Eisenmangelsyndroms. In einem solchen Fall muss der Patient in erster Linie das ihm fehlende Eisen erhalten, das individuell korrekt dosiert werden muss. Die Diagnose kann allerdings erst nach der ersten Therapiekontrolle gesichert werden. Wer zwei Wochen nach einer Behandlung beschwerdefrei ist, litt rückblickend an einem Eisenmangelsyndrom. Wer hingegen trotz der Eisengaben keine Besserung verspürt, muss davon ausgehen, dass eine andere Ursache für seine Symptome vorliegt, die vom Arzt gesucht und behandelt werden muss.

 

Die Diagnostik besteht aus zwei Schritten:

 

Zunächst müssen die Symptome des Patienten erfragt werden. Dazu steht ein Eisentest zur Verfügung (Clinical IDS-Score). Bei Patienten, die unter in diesem Test aufgeführten Symptomen leiden, muss eine Laboranalyse durchgeführt werden. Dabei gilt es einerseits, zu wissen, welche Eisenwerte überhaupt gemessen werden müssen und andererseits müssen die Resultate korrekt interpretiert werden.

 

Aufgrund der Laborresultate kann die individuell notwendige Eisendosis präzis berechnet werden. Dabei gilt der Grundsatz: „so viel wie nötig und so wenig wie möglich“ unter Vermeidung einer Überdosierung.

 

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